2026 - Burgund Tag 3

Ausfahrt ins Burgund – Tag 3

Bereits um 9 Uhr empfing uns heute die Stadtführerin Karoline Knoth, die seit vielen Jahren in Frankreich lebt. Sie erzählte uns sehr eindrücklich vieles über die Region, die Stadt Beaune und vor allem über das Hôtel Dieu. Das ist kein Hotel (hôtel heißt nur Unterkunft, wir kennen das aus dem Englisch „hostel“, manchmal ist es auch ein herrschaftliches Haus), sondern war früher ein Krankenhaus für Bedürftige. Es wurde 1443 von Nicolas Rolin gebaut und diente bis 1955 als Krankenhaus. Ganz besonders ist das tolle Dach zu erwähnen, das bei Sonnenlicht in allen Farben schillert, ähnlich der Kirchtürme, die wir bereits gestern auf der Herfahrt sahen.

https://www.beaune-tourismus.com/erkunden/entdecken-sie-die-hospices-de-beaune/

Beaune ist eine bezaubernde kleine Stadt mit vielen Gässchen und kleinen Plätzen, schnuckeligen kleinen Restaurants und natürlich kann man an jeder Ecke eine Weinprobe des berühmten Burgunders machen. Das behielten wir uns aber auf später vor. Zunächst wanderten wir mit Frau Knoth durch die Stadt immer auf der Suche nach der Geschichte des Burgunds, die viele Jahre nichts mit der französischen Geschichte zu tun hatte, weil sich Burgund mit England gegen Frankreich verbündet hatte. So hatte auch Burgund Jeanne d’Arc an die Engländer ausgeliefert, die sie dann in Rouen verbrannten und so zur Märtyrerin machten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Burgund

Im Anschluss an die Stadtführung wurden wir in der Moutarderie Fallot erwartet. Zwar ist Dijon die französische Metropole des Senfs, aber auch in Beaune wird er produziert. Auf Englisch wurden wir durch die Produktion geführt (macht uns doch nichts aus!) und durften sogar unseren eigenen Senf herstellen. Natürlich gab es auch Verkaufsräume, wo wir Senf in allen Sorten, Farben und Geschmacksrichtungen probieren und kaufen konnten. Wie gut, dass unser Hotel gleich nebenan lag! So konnten wir unsere Schätze gleich für die Weiterfahrt in die Koffer packen.

www.fallot.com

Aber noch war der Tag in Beaune nicht zu Ende! Nach einer Mittagspause trafen wir uns am Nachmittag in den „Caves Patriarche“. Die freie Besichtigung führte uns durch die längsten Kellergänge, die sich unter der Stadt hinziehen. Es war beeindruckend, in welchem Maße Beaune „unterkellert“ ist. Zum Abschluss gab es dann noch drei weiße und drei rote Burgunder zum Probieren. Und weil wir so interessiert waren, sogar noch zwei weitere Weine bzw. Crémants. Die Preise waren beeindruckend, wie wir dann auch beim Abendessen erfuhren. Auf alle Fälle bekamen wir einen Einblick in die Weine des Burgunds, die aus den Rebsorten Pinot Noir, Chardonnays, Chablis und Beaujolais gekeltert werden. Zusätzlich gibt es noch den Aligoté und den Gamay, die aber eher als Deckweine verwendet werden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Burgund

Die Zeit zwischen der Besichtigung der Kellereien und dem Abendessen nutzten wir dann individuell noch zu einem Stadtbummel und dem Kauf allerlei Souvenirs.

Für das Abendessen wurden wir in dem schnuckeligen Restaurant „La Ciboulette“ (= der Schnittlauch) begrüßt, das gleich ums Eck der Weinkellerei lag.