2026 - Mai 16/17 - Frühlingsausfahrt nach Kreuzwertheim
Frühjahrsausfahrt am 16. und 17. Mai 2026 nach Kreuzwertheim und zum Schloss Langenburg
Unsere diesjährige Frühlingsausfahrt führte 16 Fahrzeuge und 31 Teilnehmer ins idyllische Main-Tauber-Tal. Vor uns standen 370 km und viele lustige Begebenheiten, wie es bei einer solchen zweitägigen Ausfahrt unweigerlich gibt.
Das Wetter war uns hold, obwohl dieses Wochenende eher mehr Wolken vorhergesagt waren als Sonne. Ein paar Regentropfen bekamen wir dann am ersten Tag auch ab, aber dafür schien am zweiten durchgehend die Sonne.
Jede Ausfahrt ist anders. Diesmal teilten wir uns in drei Gruppen auf, statt alle 16 hintereinander zu fahren. Das führte dazu, dass es wie eine Sternfahrt wirkte – bei den Treffen kamen die Leute von überall her aus allen Richtungen. Manchmal wirkte es ein bisschen wie zerpflückt, aber es fanden sich zu den Treffpunkten immer alle ein.
Unser erstes Ziel führte uns über wenig befahrene Sträßchen durch die Hohenlohische Gegend nach Weikersheim. Mal rauf, mal runter, mal ganz steil, mal eine Serpentine mit herrlichem Ausblick für die Beifahrer, die sich nicht auf die Kurven konzentrieren mussten.
In Weikersheim angekommen, konnten einige von uns an einer Führung durch das Renaissance-Schloss, dem Wahrzeichen des anerkannten Erholungsortes, teilnehmen. Andere schlenderten im barocken Schlossgarten herum oder auf dem historischen Marktplatz. Wir entdeckten ein Dorfmuseum, in dem auf mehreren Stockwerken das dörfliche Leben im 18. und 19. Jahrhundert dargestellt wurde. Mit Gegenständen aus dem Ackerbau und dem Handwerk, alter und teils wertvoller Kleidung aus Brokat, anhand von Bildern und begleitet von dem Knarren unserer Schritte auf den alten Holzdielen tauchten wir in die Vergangenheit ein.
Eine skurrile Entdeckung machten ein paar von uns, die sich in einem Café auf dem Marktplatz stärkten. Dort gab es nämlich eine ganz besondere Toilette mit einem lila gepolsterten Sessel, einem pinkfarbenen Schminktisch, Spiegeln und rosa Plüsch-Handschellen im Vorraum. Diese Handschellen aus Plüsch waren auch käuflich zu erwerben für 6,90 €. Was dieses Café wohl früher mal war oder womit der Besitzer/die Besitzerin sympathisiert, wer weiß es. Was hatten wir für einen Spaß.
Weiter ging die Fahrt zum Tagesziel, unserem Hotel in Kreuzwertheim. Dort spazierten wir in kleinen Grüppchen am Main entlang, was etwas Urlaubsfeeling bescherte, während andere das Städtchen erkundeten. Am Abend trafen alle pünktlich zum Abendessen im Gasthaus unweit des Hotels ein.
Am nächsten Morgen war es ein paar Mitgliedern nach einem wunderbaren Frühstück danach, sich etwas die Füße zu vertreten, bevor es wieder ins Auto zum nächsten Ziel in Schrozberg-Ettenhausen ging. So fuhren einige zum nur wenige Autominuten entfernten Kloster Bronnbach. Das hatte zwar offiziell nicht geöffnet, aber die Tür der Kirche stand offen und so konnte man das Innere der Klosterkirche besichtigen. Noch ein paar Schritte und gleich wieder ins Auto, denn man will ja pünktlich mit allen anderen zum Mittagstisch ankommen.
Genauso idyllisch und verträumt, wie das Gasthaus zum Ettetal lag, ging es auch drinnen zu. Sehr gemütlich und der Wirt super herzlich. Danach rief das letzte Ziel nach uns: Langenburg mit seinem Schloss Langenburg und dem Automuseum.
Wir hatten eine spannend dargebrachte Führung durch das Schloss, das hoch über dem Jagsttal auf einer Bergzunge liegt. Einst als stattliche Burg errichtet, wurde sie im 15. Jahrhundert zu einer Festung umgebaut und um 1600 zur fürstlichen Residenz. In den Kriegen weitgehend verschont, gab es 1963 einen verheerenden Brand durch einen schadhaften Kamin, bei dem der Ost- und Nordflügel fast niederbrannten. Man baute die Flügel wieder auf, wir konnten Fotos des schlimmen Brandes sehen. Interessant waren auch die Bilder und Gemälde überall an den Wänden.
Zwischen Schloss und dem Städtchen liegt auch das 1970 eröffnete Automuseum, fußläufig zu erreichen, das wir ebenfalls besichtigten. Danach noch ein letztes Zusammensitzen einiger Mitglieder im Schlosscafé, um dem Wochenende einen würdigen Abschluss zu verleihen, und schon war unsere schöne Ausfahrt wieder vorbei.
Wir danken unserer Sylvia, die diese Ausfahrt organisiert hat, sowie den bekannten und unbekannten Helfern im Hintergrund, die die Strecke mit abgefahren sind und auf anderen Wegen mitgeholfen haben. Nicht zu vergessen auch das DANKE an den Vorstand unseres Vereins OFRM für den Eintritt und die Führung im Schloss und im Automuseum Langenburg.
So eine Ausfahrt ist immer ein Highlight mit vielen Erlebnissen, die einem noch lange in Erinnerung bleiben. Mal schauen, welche lustigen Begebenheiten es bei der nächsten Ausfahrt wieder gibt.
(Evy)



























