Herbstausfahrt 2026 nach Wäschenbeuren und nach Leinroden

Ganze 18 Oldtimer mit 36 Insassen schlängelten sich bei der diesjährigen Herbstausfahrt am 26.9.26 in Richtung Schwäbische Alb.

Wir hatten zwei von Andreas ausgetüftelte und mit Erik zusammen geplante tolle Ziele vor Augen: das private Fokker-Museum von Achim Engels in Wäschenbeuren und die Lingelbach-Scheune in Leinroden. Es sollte eine spannende, lustige Erfahrung werden.

Bei herrlichstem Spätsommerwetter machte das Fahren so richtig Spaß. Wer konnte, fuhr mit offenem Verdeck. Auf wenig befahrenen Sträßchen erreichten wir noch am Morgen unser erstes Ziel: das Museum für Flugzeugbau und technische Geschichte von Achim Engels.

Wow, das war mal eine Zeitreise dort! Mal eben über 100 Jahre zurückversetzt fühlte man sich beim Betreten der Räume mit den ausgestellten Exponaten. Herr Engels, ein charismatischer Mensch und leidenschaftlicher Freigeist, erklärte und erzählte aus seinem großen Wissensfundus.

Bekannt für seine detailgetreuen Nachbauten von historischen Flugzeugen aus der Frühzeit der Luftfahrtgeschichte wie z. B. des Leichtflugzeuges Fokker V40, ist er Flugzeugbauer und Buchautor, hält Vorträge und lässt Interessierte in den sozialen Medien an seinen Arbeiten teilhaben.

Er scheint irgendwie alles zu können. Unergründliche mathematische Formeln springen einem ins Gesicht beim Durchblättern seines Buches. Aber nicht nur das. Ein Stück seiner eigenen Lebensgeschichte lässt sich daraus erahnen. Er tut alles mit echter Begeisterung und so hingen auch diejenigen an seinen Lippen, die nicht viel von Technik verstehen. Wir durften alles anfassen: wie fühlt sich die Bespannung eines original nachgebauten Flugzeuges an, wie glatt das Holz der Propeller?

Auch viele andere Gegenstände und Ausstellungsstücke finden sich in den Räumen von Achim Engels. Kleinteile, Motoren, Fotos, allerlei Gesammeltes und auch wunderschön gemalte Bilder. Zum Schluss konnten wir noch auf seinem Gelände Rast machen, bevor wir weiterfuhren nach Leinroden zum nächsten Abenteuer: Prof. Dr. Bernd Lingelbachs Sammlung optischer Phänomene.

Der Sprung von der Vergangenheit in die Gegenwart war groß. In der Lingelbach-Scheune sieht man reale Dinge, die man nicht glauben kann. Viele selbst konstruierte und realisierte Exponate, Schenkungen und Ankäufe machen die Scheune zu einer der größten Sammlungen optischer Phänomene weltweit. Täuscht das Auge oder ist es Wirklichkeit? Was sagt das Gehirn dazu? Optische Täuschung oder Realität?

Realität war der freundliche Empfang des Sohnes von Prof. Lingelbach in dem einstigen Bauernhof mit einem Glas Sekt oder Mineralwasser. Der Professor selbst war leider krankheitsbedingt verhindert.

Anhand von beeindruckenden Beispielen und verblüffenden Illustrationen zeigte er uns augenzwinkernd, dass unsere Wahrnehmung nicht immer die Realität ist. Im Selbstversuch durften wir das Haus „erobern“ und einiges ausprobieren, groß oder klein erscheinen, schräg oder lang. Einige von uns entdeckten dabei das Kind in sich wieder, und alle zusammen hatten großen Spaß.

Bei immer noch herrlichem Spätsommerwetter ging es dann nach Hause. Andreas und seine Frau spendierten noch eine Runde Kaffee und Lebkuchen - das war sehr real und lecker und ein schöner Abschluss.

Ganz lieben Dank an unsere Planer und Organisatoren Andreas und Erik! Uns bleibt ein wunderbarer, inspirierender und sehr lustiger Tag mit vielen neu gewonnenen Eindrücken in schöner Erinnerung. Danke auch dem Verein, der den Eintritt in die Lingelbach-Scheune übernommen hat.

(Evy)